Restaurant "Zum Weinberg"
Gegründet in hanseatischer Tradition seit 1354/55 mit der wohl
am schönsten erhaltenen Renaissance-Hausdiele in ganz Mecklenburg.
 
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Bilder aus der aktuellen Bauphase
Liebe Gäste,
derzeit finden im Weinberg umfangreiche Sanierungsarbeiten statt.
Wir hoffen, Sie im Frühjahr 2013 wieder begrüßen zu können.
Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Pressebericht.

Während der Sanierungsphase sind wir im Reuterhaus, Am Markt 19, weiterhin für Sie da. Telefonisch und per Mail sind wir wie gewohnt erreichbar. Auch unser Weinberg-Catering-Service steht Ihnen nach wie vor zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihre


 
 
Pressetext aus der Ostsee-Zeitung, Wochenendausgabe Wismar, 31.12.11 / 01.01.12
Autor: Norbert Wiaterek



Restaurant „Zum Weinberg“ ab Januar geschlossen

Wismarer Traditionshaus wird umfassend saniert. Bis zur Neueröffnung Ostern 2013 bewirten Eckard Mixdorf und sein Team die Gäste im Reuterhaus am Markt.

Wismar Schönheitskur für ein traditionsreiches Gebäude in Wismar: Das Giebelhaus Hinter dem Rathaus 3, das Restaurant „Zum Weinberg“, wird in den kommenden Monaten umfassend saniert. Nach der Silvesterparty schließt die Gaststätte. In der ersten Januar-Woche ziehen Pächter Eckard Mixdorf und seine neun Mitarbeiter dann zum Marktplatz um. „Wir betreiben das Reuterhaus weiter. Das Konzept von Jürgen Lenz und der Gruppe Phönix-Hotels und Restaurants bleibt natürlich bestehen“, berichtete Mixdorf. Der 40-Jährige will das Restaurant „Zum Weinberg“ Ostern 2013 wieder öffnen.

Durch das Testament der Witwe von Gustav Michaelis ging das Haus - die ältesten Dachbalken stammen laut dendrochronologischer Untersuchungen aus dem Jahr 1354/1355 - in den Besitz der Stadt Wismar über. Die Kosten für Modernisierung und Instandsetzung sollen sich auf gut 3,6 Millionen Euro belaufen. Bereits im Dezember 2003 hatte die Bürgerschaft zugestimmt, dass knapp 2,2 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln für die Arbeiten eingesetzt werden können. Geld soll jetzt aus dem Förderprogramm „Welterbestätten“ fließen. „Ich begrüße es sehr, dass dieses Traditionshaus saniert wird, dass sich die Hansestadt als Eigentümerin um dieses Kulturgut sorgt“, sagte Eckard Mixdorf gestern.

Das Restaurant „Zum Weinberg“ wird, so wie es das Testament vorsieht, auch museal genutzt. Der Gast findet kein Museum im klassischen Sinne vor, vielmehr steht das Gebäude mit seiner über die vielen Jahrhunderte geprägten und ausgestatteten Raumstruktur im Vordergrund. Im Erdgeschoss wird ab 2013 weiter bewirtet, die Einrichtung bleibt erhalten. „Im Obergeschoss zeigen wir für geschichtsinteressierte Besucher in mehreren Räumen die wechselvolle Geschichte dieses Hauses“, erklärte Mixdorf.

Wo einst die Waschküche war und sich jetzt die Toiletten befinden, entsteht ein neuer Anbau für die Restaurantküche. Der Kemladen der Museums-Gaststätte, dort ist jetzt die Küche untergebracht, bekommt sein historisches Aussehen zurück. Dort sollen wieder eine Bibliothek und ein „Herrenzimmer“ eingerichtet werden. Darüber können Besucher den Ankleideraum mit roten Stofftapeten, ein Bad und ein Kinderzimmer anschauen. Im Obergeschoss sind nach der Komplettsanierung auch das einstige Wohnzimmer, das Raucherzimmer und der Speisesaal geöffnet. Besichtigt werden kann ebenfalls das „Gretchenzimmer“ - zu finden über den Fahnen von Schweden und Wismar. Weil der derzeitige Bauzustand teilweise marode ist, konnten mehrere Hausbereiche in den vergangenen Jahren nicht genutzt werden.

Natürlich wird das Restaurant „Zum Weinberg“ nach den Arbeiten nicht nur über eine neue Heizungsanlage und Elektroinstallation, sondern im Erdgeschoss auch über eine Toilette für Menschen mit Behinderungen verfügen.

Der Pächter freut sich über die bevorstehende Sanierung, sprach aber auch von einem „Wermutstropfen, weil wir jetzt raus müssen“. Immerhin führt seit November 1994 die Familie Mixdorf das Haus, seit Oktober 1997 als eigenständiges Familienunternehmen.
Pressetext aus der Ostsee-Zeitung, Ausgabe Wismar, 07. Januar 2010
Autor: Christel Ros



"Weinberg" gehört zu den Schönsten

Das Restaurant "Zum Weinberg" nahm am Wettbewerb "Historische Wirtshäuser" teil und kam unter die ersten 40 von 415.

Wismar Das Restaurant "Zum Weinberg" Hinter dem Rathaus gehört zu den schönsten und erwähnenswerten historischen Wirtshäusern in Deutschland. Das hat Betreiber Eckard Mixdorf (38) schwarz auf weiß. Vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland in Bonn. Der hatte nämlich zum Ende des vergangenen Jahres den Wettbewerb "Historische Wirtshäuser in Deutschland" zusammen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) ausgerufen. Immerhin folgten auf diesen Ruf hin 415 Bewerbungen aus ganz Deutschland. Aus Mecklenburg-Vorpommern waren es sechs, davon zwei aus Wismar. Denn neben dem traditionsreichen "Zum Weinberg" hatte sich auch das Gasthaus "To n Zägenkrog" am Ziegenmarkt am Wettbewerb beteiligt. Dieses Gasthaus blickt auf eine über einhundertjährige Geschichte zurück.

Eckard Mixdorf, der das Restaurant "Zum Weinberg" seit 1994 führt, seit 1997 als eigenständiges Familienunternehmen, ist stolz, dass "sein" Haus zu den 40 schönsten und erwähnenswerten gehört.

"Ich finde das ganz toll, das Haus verlangt es auch", sagt er. Immerhin geht der Ursprung des Gebäudes zurück ins Jahr 1354/55. Der Dachstuhl ist noch heute erhalten. Das Haus wurde um 1575 im Renaissancestil erweitert. Hier begründete der aus Holland zugewanderte Weinhändler Gödert Rotterdam 1648 eine Weinhandlung. Er gab Haus und Geschäft den Namen "Zum Weinberg". Seine Weinhandlung gehörte zu den besten der Stadt. Als das Gebäude 1710 umgebaut wurde, entstand ein sehr beeindruckender Barockgiebel. Und eine goldglänzende Nachbildung des Weingottes Bacchus über dem Haupteingang begrüßt bis heute die Besucher.

Erhalten geblieben ist ebenfalls bis heute die Renaissance-Diele, die zu den schönsten erhaltenen Hausdielen in Mecklenburg zählt. Dass das Haus in den zurückliegenden 250 Jahren nahezu im Originalzustand erhalten blieb, ist vor allem dem Kunstsinn der Familie Michaelis zu verdanken. Ferdinand Gustav Michaelis übernahm am 1. Oktober 1922 die Weinhandlung, sie blieb 180 Jahre in Familienbesitz und wurde auch als solche geführt.



Lilly Michaelis vermachte nach dem Tod ihrer beiden Söhne das Grundstück mit allen darauf stehenden Gebäuden der Stadt Wismar. 1953 übernahm der damalige VEB "Wismaria" das Haus. Es diente den unterschiedlichsten Zwecken, ehe es 1969 zu einer Weinverkostungsstätte ausgebaut wurde. Die HO Wismar übernahm 1973 nach umfangreichen Rekonstruktionsmaßnahmen, die jedoch dem denkmalpflegerischen und historischen Charakter des Hauses gerecht wurden, die Weingaststätte. "Das Haus ist ,Geschichte pur ", schwärmt Eckard Mixdorf. Das spürt auch der Besucher, der die alten Truhen, Bilder und Holzschnittarbeiten sowie die beeindruckende Renaissance-Decke bewundert.

Neben dem "Weinberg" hat die Jury aus Mecklenburg-Vorpommern außerdem das Weinhaus Uhle in Schwerin und das Hotel "De Weimar" in Ludwigslust in die Reihe der Besten aufgenommen. Anliegen des Wettbewerbs war es, die beeindruckende gastronomische, kulturelle und bauhistorische Vielfalt Deutschlands aufzuzeigen und den Erhalt dieser Wirtshäuser mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Die ausgewählten Häuser werden in einem Internetportal vorgestellt, außerdem soll es im Frühjahr eine Siegerehrung geben.


Weitere Informationen zum Wettbewerb:
- Mitteilung vom BHU zum Wettbewerb & Liste aller Gewinner
- Pressemeldung vom BHU